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Grünes Programm für Starnberg (verabschiedet am 27.09.07)

Grüne Ideen für Starnberg

 

Heißes Wasser aus der Tiefe – eine Chance für Starnberg

 

Die Energiefrage entscheidet unsere Zukunft!

Wir dürfen uns daher nicht in die Abhängigkeit von Strommonopolisten und Investoren begeben.

Eine einmalige geologische Situation ermöglicht uns die Erschließung von geothermischer Energie, die sowohl zur Strom- als auch zur Fernwärmegewinnung genutzt werden kann.

Die Energieversorgung von Starnberg soll durch Stadtwerke sichergestellt werden, an denen die Stadt zu mindestens 51% beteiligt ist.

Ein solches Konzept macht auch große Investitionen möglich und dies ohne Profitorientierung

Eine Investition in die Zukunft, die sich doppelt auszahlt: für unser Klima und für die Finanzkraft der Kommune 

Vorfahrt für Fußgänger und Radfahrer  

Hören wir auf zu träumen: der Bau von neuen, „leistungsfähigen“ Straßen bringt keine Entlastung, sondern zieht noch mehr Verkehr an und zerstört die Landschaft.

Obwohl es niemand gerne hört und viele es nicht wahrhaben wollen, der Starnberger Verkehr ist zu einem Großteil hausgemacht.

Die Diskussion über den Tunnel und die Umfahrung ist eine Geisterdebatte, die von der Hoffnung getragen ist, damit Starnbergs Problem Nummer 1 in den Griff zu bekommen.

Werden wir realistisch: nur wenn Starnberg bereit ist, Maßnahmen zu treffen, die es allen erleichtert, ohne Auto ihr Ziel zu erreichen, erhöhen wir die Lebensqualität. Der Rückbau von Straßen und Verkehrsberuhigungsmaßnahmen sind wichtige Schritte dahin. Ein Eingriff in unser schönes Naturschutz- und durch EU-Recht geschütztes FFH-Gebiet, wie es die Befürworter einer Umfahrung um Starnberg fordern, ist mit uns Grünen nicht zu machen.

Wir lehnen den Neubau von Straßen ab! Stattdessen fordern wir die Verbesserung unseres Bussystems und endlich die Umsetzung des im Stadtrat beschlossenen Radwegekonzepts. Starnberg hat durch die S-Bahn und den Anschluss an den Regionalzug eine attraktive Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr. Diesen gilt es weiter auszubauen, beispielsweise durch eine Takterhöhung für den Regionalzug.

 

Seeanbindung – zu welchem Preis?

 

Das Umfeld des See-Bahnhofes und der Gleisanlagen bedarf vielfältiger optischer und städtebaulicher Verbesserungen.

Der durchgeführte Wettbewerb zeigte jedoch, dass die Kosten der sogenannten Seeanbindung 30 Millionen € und mehr betragen und neue städtebauliche Konfliktpunkte (z.B. Bebauung vor dem Bayerischen Hof) ausgelöst werden.

Wir sind der Auffassung, dass auch mit deutlich geringerem Aufwand Verbesserungen der Wegebeziehungen, der Seeufergestaltung und -attraktivität möglich sind. Dazu gehören die Umgestaltung der Unterführungen, der barrierefreie Zugang zu den Bahnsteigen und die Gestaltung des historischen Bahnhofsgebäudes und der Promenade. Eine Gleisverlegung mit den damit verbundenen enormen Kosten ist hierfür nicht erforderlich. 

Grüne Ideen bringen schwarze Zahlen

 

Die weit über alle Erwartungen hinausgehenden Zuwachsraten im Bereich erneuerbare Energien belegen dies überzeugend. Mit einer konsequenten Umsetzung der von den Grünen initiierten „Energiewende im Landkreis Starnberg“ kann auch Starnberg von diesem sinnvollen Wachstum profitieren. Wir GRÜNE setzen auf die Stärkung der regionalen Wirtschaftskreisläufe. Vor allem in den Bereichen Energie, Bio-Lebensmittel und sanfter Tourismus gibt es bei uns ein riesiges Potential.

Ein ausreichendes Angebot an Arbeits- und Ausbildungsplätzen ist ein wichtiges Kriterium für die Attraktivität einer Kommune. Sie werden oft von kleinen und mittleren Unternehmen geschaffen. Wir treten daher für die bestmögliche Unterstützung dieser Unternehmen ein.  

Lebensqualität für Jung und Alt

 

Wir benötigen weitere Angebote für unsere Kleinsten und ihre Eltern. Wir stehen zum Ausbau der Kindertagesstätten und setzen auf integrative Konzepte. Die älteren Kinder und unsere Jugendlichen benötigen neben dem Jugendzentrum Freiflächen, auf denen sie sich treffen können und ihren sportlichen Interessen wie beispielsweise Skaten, BMX fahren nachgehen können.

Das Angebot für die älteren Menschen in unserer Stadt muss dringend ergänzt werden. Neue Wohnformen, seien es Wohngemeinschaften oder Angebote des betreuten Wohnens bedürfen dringend der Realisierung.

Die Zusammenarbeit mit dem Jugend-, Senioren- und Ausländerbeirat ist dabei unverzichtbar.

Demokratie braucht Transparenz und Bürgerbeteiligung

 

Auch in unserer Kommune fallen zu viele Entscheidungen im „stillen Kämmerlein“; Entscheidungen werden in nicht-öffentlichen Sitzungen gefällt. Das Miteinander vor Ort lebt jedoch von der Möglichkeit aller mitzubestimmen und sich zu engagieren. Wir wollen die Menschen, die schließlich unmittelbar von den Entscheidungen des Stadtrates betroffen sind, so eng wie möglich in die Entscheidungsprozesse einbinden. Das ist gerecht, demokratisch und bürgernah

Wir fordern daher die Einstellung der öffentlichen Unterlagen auf der Homepage der Stadt Starnberg.

Der Agendaprozess muss fortgeschrieben und die Einbindung interessierter und engagierter Bürger weiter verstärkt werden.

Transparenz und Beteiligung sind die besten Mittel gegen Politikverdrossenheit.

 

Wir wollen, dass Starnberg wieder den hier lebenden Menschen und nicht nur den Autos gehört. Wir plädieren für Fingerspitzengefühl bei Baumaßnahmen und für kleine verträgliche Lösungen. Starnberg soll wieder ein Ort zum Leben werden.

 

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Termine KV Starnberg

Atomkraft: Schluss jetzt! - Großdemo und Umzingelung am 18. September in Berlin
Freiheit statt Angst! Datenschutzdemo am 11. September in Berlin, Potsdamer Platz, 13:00 Uhr
SCHWARZ-GELBEN ATOMPUTSCH VERHINDERN! SCHREIB DEINEM ABGEORDNETEN!
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